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MAGDEBURG. Sachsen-Anhalts Landtagspräsident Tobias Rausch (AfD) hat BMW in einem Brief politische Diskriminierung vorgeworfen, weil das Unternehmen ein bereits unterbreitetes Leasing-Angebot nach seiner Wahl zurückgezogen hatte (JF berichtete). Wenn ein „bereits unterbreitetes Angebot unmittelbar nach der Wahl eines demokratisch legitimierten Amtsträgers zurückgezogen wird, ohne dass hierfür nachvollziehbare Gründe genannt werden, entsteht zwangsläufig der Eindruck einer politisch motivierten Diskriminierung“, heißt es in dem Schreiben, das der JUNGEN FREIHEIT vorliegt. „Eine solche Entwicklung halte ich für außerordentlich bedenklich.“

Es sei bedauerlich, „dass sich die Konzernleitung eines renommierten Automobilherstellers durch solche Entscheidungen an der gesellschaftlichen Spaltung beteiligt“, schrieb Rausch. „Denn am Ende sollte uns alle mehr verbinden als trennen.“

Es sei ein wichtiges Zeichen, „wenn wirtschaftliche Beziehungen auch dort möglich bleiben, wo unterschiedliche politische Auffassungen bestehen“. Sollte BMW nicht einlenken, werde er sich an andere deutsche und internationale Autoproduzenten wenden, die ihre Entscheidungen nicht „nach ideologischen Vorgaben“ treffen. Notfalls greife er auch auf sein privates Auto zurück.